Vojta-Therapie

 

 

 

Auch die Vojta-Therapie ist eine Behandlungsform der 

Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage

 

 

Definition

Ein von VOJTA entwickeltes neues Rehablilitationsprinzip bei der Behandlung zerebraler Bewegungsstörungen im Kindesalter oder bei Erwachsenen. Es beinhaltet 2 Arten der Reflexlokomotion: das Reflexkriechen und Reflexumdrehen

 

Wirkung

Durch die Aktivierung des Reflexkriechens und Reflexumdrehens kommen neue Koordinationseigenschaften zustande.

 

Indikationen

Zerebrale Bewegungsstörungen im Kindesalter und bei Erwachsenen.

 

Krankengymnastik auf neurophysiologischer Grundlage 

kann verordnet werden bei komplizierten Verletzungsfolgen, komplexen Fehlhaltungen, chronisch degenerativen Gelenkleiden und Atemwegserkrankungen, chronischer Schmerzsymptomatik und allen neurologischen Krankheitsbildern.

Sie basiert immer auf der Berücksichtigung komplexer Zusammenhänge im Zusammenspiel von Nervenzellen, Muskeln und Gelenken. Ziel ist es, krankhafte oder krankmachende sogenannte Bewegungspattern in gesunde bzw. ökonomischere Bewegungsmuster zu überführen. Erkenntnisse der Schmerzforschung und der Kinesiologie finden somit hier ihre segensreiche praktische Anwendung.

Die Behandlung ist dementsprechend zeitaufwendig. Zusätzlich sind therapiebegleitende bzw. unterstützende passive Maßnahmen wie z. B. Eis, Heißluft, Heiße Rolle u. ä. sinnvoll.



 

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Stand: 08. Juli 2001